Unsere Geschichte beginnt 1962 an der Küste von Trabzon Sürmene. Eine Migration, die das tiefe Rauschen des Schwarzen Meeres hinter sich lässt und dem offenen Horizont des Marmara entgegenstrebt. Die Familie ließ sich in Saraylar nieder, jenem Dorf, das mit dem Stein der Marmara-Insel atmet. Während der Stein der Insel noch nicht so sehr in die Sprache der Weltarchitektur eingedrungen war, lernte unsere Familie, in diesem Stein zu leben, ihn zu lesen, ihn zu berühren. Der Marmorstaub wurde zu einem Teil, der sich auf die Höfe der Häuser, auf die Schuhe der Kinder, in die Abendgespräche am Esstisch legte. Genau aus diesem stillen Anfang nährt sich unsere dreigenerationen umfassende Erfahrung in der Naturstein-Beschaffung.
Die erste Generation lernte den Stein mit ihrem Körper kennen. In jener Zeit war die Steinbrucharbeit in Abwesenheit heutiger Maschinen eine Arbeit der Muskeln und der Geduld. Wie ein Block gespalten wird, welche Ader von welcher Richtung sauberer bricht, wurde stets mit dem Gedächtnis der Hand und des Auges gelernt. Die zweite Generation übersetzte dieses Wissen in eine kommerzielle Sprache. Es waren die Jahre, in denen Naturstein nicht mehr nur ein regionales Material war, sondern nach Istanbul, nach Anatolien und schließlich ins Ausland zu gehen begann. Was Beschaffung ist, was es bedeutet, zwischen Kunde und Steinbruch zu stehen, was es heißt, für die Qualität der Partie verantwortlich zu sein, all das wurde über das von der zweiten Generation etablierte Verantwortungsgefühl bis heute getragen.
Ogün Koç, der Vertreter der dritten Generation, gründete 2016 mit 26 Jahren und aus eigenen Mitteln Alpay Doğaltaş. Hinter dieser Gründung stand kein Erbe, kein vorhandenes Kapital. Der prägnante Familiengrundsatz blieb stets derselbe: Wer ohne Mühe genießt, ist entweder ein Erbe oder ein Dieb, und Gott sei Dank haben wir beides nicht. Dieser Satz ist kein einfaches Wort. Für uns ist er das Grundprinzip der Art, wie wir Geschäfte machen. Die hinter jeder Partie angesammelte Mühe, die in jeder Kundenbeziehung gezeigte Geduld, sind die Fortsetzung dieses Satzes. Bei der Gründung des Unternehmens wollten wir das über drei Generationen unserer Familie angesammelte Naturstein-Wissen in eine Beschaffungsstruktur umwandeln. Wir wollten keinen eigenen Steinbruch und keine eigene Fabrik haben. Unsere Stärke lag nicht im Besitz eines Steinbruchs, sondern in der Erfahrung, den richtigen Block dem richtigen Projekt zuzuordnen.
Der Wert des Familienwissens für die Lieferantenschaft bleibt von außen oft unsichtbar. Beim Betreten eines Steinbruchs und beim Betrachten der Aderstruktur ist das dreigenerationen umfassende Auge im Einsatz. Zu wissen, in welcher Jahreszeit welcher Steinbruch aus welcher Schicht welche Art von Block hervorbrachte, steht in keinem Katalog. Zu wissen, welchen Fluss die graue Ader des klassischen Marmara einnimmt, in welcher Schicht das Reine Weiß sauberer wurde, in welchem Steinbruch der Panda ausgewogener kam, von welcher Lagerstätte der Pijama Ekvator den erwarteten Rhythmus liefert, kann nur für eine Familie, die aus dem Inneren von Saraylar kommt, natürlich sein. Das Unternehmen einer Familie zu sein, die aus dem Inneren des Marmors kommt, ist für uns kein Marketingsatz, sondern unsere tägliche Arbeitsweise.




